Aha. Danke! Wäre ich nicht drauf gekommen, Werde mir die Abkürzung merken.
Es geht mir um menschliche Ideen, nicht worauf etwas geschrieben wird.
Wenn du meine Post oben gelesen hast, dann siehst du das die Ideen von mir kommen. Aber langwierige Arbeit lagere ich aus.
Ich meinte ja auch nicht dich im Speziellen, sondern mein Vergleich war allgemeiner Art. Des Weiteren finde ich immer noch, dass KI und Kreativität nicht zueinander passen. Wer das anders sieht, kann das ruhig tun. Doch ich möchte eben wissen, ob ein Text mithilfe von KI geschrieben wurde oder nicht. Womit wir wieder beim Käse und meinem Vergleich wären.
Deep Point of View
ja, das ist das Problem bei mir XD hab mithilfe von KI mehr gelernt
und die macht auch englisch. Okay … habe auch in denglisch gelernt - scheiß arbeit
Ja, gut sind sie darin. Ich würde mich nur nicht darauf verlassen wollen, dass sie wirklich alle Differenzen sicher finden. Tatsächlich hat mich Claude auch schon auf charakterliche Dinge aufmerksam gemacht. Ich hab auch einen Fall mit ihm diskutiert. Das Textverständnis - auch für Ironie - ist sehr hoch. Auch charakterliche Einordnungen schafft die KI inzwischen mit sehr gut begründeten Schlussfolgerungen.
Das mit dem Charakterbogen wäre mir momentan irgendwie übertrieben. Mag aber sein, dass ich meine Figuren momentan zu gut kenne.
Ist jetzt nicht so zum Thema, aber wenn ich etwas esse, wo Laktose nicht ausgezeichnet ist, bekomme ich Kolikkrämpfe. Daher: Team pro Auszeichnung.
Ja, aber in einem muss ich roalf recht geben. Der Diskussionsbedarf bei KIs ist enorm. ich hab mal Mistral eben ausprobiert ^^ … wenn man KI’s nicht direkt an die Leine nimmt, wollen sie sofort die Spannung hochtreiben. Sie überlesen Dinge. Oder sind in Interpretationen nicht sehr genau. Deswegen gibt es ja auch bereits den Beruf zum professionellen Prompter. Da lernt man wie man mit KIs am sinnvollsten schreibt. Also das ist auch eine Kunst für sich. KI’s KÖNNEN hilfreich sein, aber sie steigen zu schnell in Standard Tropes ab. verleugnen existierende Normen, wenn man sie nicht klar in Schranken weist und begrenzt. Wenn man mit KI Hilfe gut schreiben will, - so hab ich übrigens angefangen, radiere das aber gerade konsequent aus, KI Text Rohmaterial, wird überschrieben oder ersetzt - ist das eher eine Arbeit von einem Dirigenten. Der ein Orchester führen will. Es ist auch Kunst.
nicht zu verachten. und ich finde die Ehrlichkeit die Roalf zeigt gut und Beachtenswert. Würde mich freuen dann auch was davon lesen zu können
und zu den Vergleichen ^^ Vegane Wurst und Käse kaufen die Leute ja auch, wenn sie der Meinung ist, Vegan ist … naja.. Solange es drauf steht und man sich bewusst dafür entscheidet, ist es ja egal, wie es wem schmeckt oder?
Als jemand der schon lange in der Software-Käse-Herstellung arbeitet, kann ich dir sagen, das Problem liegt in den meisten Fällen nicht im Computer, sondern sitzt ca. 60 cm vor dem Bildschirm.
Das Schlimmste, was dir beim Lesen von KI-Käse passieren kann, ist, dass du deine Meinung ändern musst. Allerdings kann das auch bei einigen Zeitgenossen zu Krämpfen führen.![]()
Irgendwie komme ich nicht vom Käse weg. Was für ein Käse. Ich mache jetzt Schluss (mit dem Schreiben, nicht mit mir.
)
Schade, denn dies ist ein ja ein Schreibforum. ![]()
Ich arbeite beruflich und privat viel mit Ki.
Zum Beispiel entwickle ich verschiede Schreibprogramme zum noch mehr fokussierten, konzentrierten Arbeiten.
Ich nutze lokale KI aber ausschließlich nur für Analysen oder für Korrekturen. Da KI zum generischen Ausdruck neigt gebe ich ihm auch nicht “hier sieh dir die Szene an und mach sie besser”, denn das wird meist nur oberflächlich gut. Lokale Modelle sind natürlich nicht annähernd so brauchbar, wie die großen Clouds, aber sie können helfen: … ich zeig euch mal mein Satz-Weise-Korrektor:
Das heißt er macht Satzweise einen minimalinvasiven eingriff, wenn überhaupt, und ich kann an der checkbox später sogar das Übernehmen verweigern.
Mein Lieblingsmodel die Tage: Gemma-4-31b
So faszinierend KI heutzutage auch ist, so würde ich das Schreiben nicht an sie auslagern. Denn das fühlt sich für mich an, als würde ich den Text eines anderen lesen und diesen Text dann wiederum irgendwie Bearbeiten. Gibt man der KI engmaschig Vorgaben, was sie schreiben soll, dann kann man es auch einfach selber tippen.
Wenn ich mit der Tastatur schreibe, dann sehe ich die Szene wie einen Film vor meinen inneren Augen. Da erlebe ich den “Spaß” des Bücherschreibens. Wer wäre ich, wenn ich mit den wegnehmen lasse?
Daher habe ich im letzten Jahr z.b zehnfingerschreiben mit dem deutschen Neolayout gelernt. Eine Keychron Tastatur erworben. Mich mit Schnellschreibemethoden beschäftigt. Das alles ist mir viel lieber, als eine Ki zu dirigieren einen halbwegs vernünftigen Text zu schreiben. Ich habe es probiert (sogar eine App gebaut, das professionell ermöglicht - dort gab man Protagonisten, Settin, Details und den Dialog vor, und mit Buttons konnte man bestimmte Stimmungen toggeln, dass setze man dann szenenweise aneinander und die KI (lokal) hat es abgearbeitet.) aber es dann sein lassen. Das ich nicht meine Art Texte zu entwickeln ![]()
Danke. Das ist ja der Punkt. Die intrinsische Motivation.
Ich will das KI schreiben lassen niemandem ausreden oder behaupten, dass KI keine Kunst sein kann. Für mich ist es das nicht und als Leser würde ich es fair finden mich darauf hinzuweisen. Zumal es kein Argument dagegen gibt, außer: Ich respektiere Deinen Willen nicht, keine KI generierten Texte lesen zu wollen und mogele sie Dir daher unter.
Nur auch: dies ist ein Autorenforum. Ich melde mich nicht als Nutzer einer Strickmaschine in einem Handarbeitsforum, nicht als Thermomixnutzer in einer Kochgruppe, usw.
Dafür gibt es andere Rahmen, die das zu würdigen wissen. Macht, was Ihr mögt. Das ist ok. Auch hier. Aber macht es sichtbar.
Wie bei der Laktose.
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Vielen Dank für die rege Diskussion.
Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht: KI – ja oder nein?
Vielleicht ist sie längst entschieden.
Die entscheidende Frage lautet eher: Wie gehen wir damit um?
Was heißt „KI-assisted“ für euch?
Ist es schon KI-assisted, wenn ich mir von einer KI Rituale erklären lasse? Oder wenn ich Datenquellen suchen lasse?
Ist eine Suchmaschine dann nicht auch KI-assisted?
Und ist ein Fahrplan weniger „KI“, nur weil ich mit der Bahn fahre?
Für einfache Ja-Nein-Antworten ist das Thema zu komplex.
Komplexe Systeme lassen sich nicht mit Schlagworten erklären.
Schon kleine Änderungen können große Wirkung haben.
Auch die EU steht vor einer Mammutaufgabe: Sie muss ethische und rechtliche Fragen zugleich bedenken.
Denn KI ist längst Alltag. Unsere Kinder wachsen mit ihr auf. Hausaufgaben, Referate, Nachhilfe – alles verändert sich bereits.
Gruß
Ralf
P.S.: Laut einer aktuellen Branchenstudie(*) setzen Verlage KI besonders häufig zur Contentbearbeitung ein, und viele arbeiten inzwischen an einer eigenen KI-Strategie.
(*) „Verlagstrends 2025: Trusted AI – KI zwischen Automatisierung, Authentizität und Akzeptanz“ des MVFP gemeinsam mit KPMG und dem Institut für Digitales Management und Neue Medien der Universität München
oder „Ergebnisse der KI-Studie 2026“ der IG Digital des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit HIGHBERG und dem Börsenblatt.
Hast du dazu bitte eine Quelle? Würde ich gerne nachlesen.
hab gerade meinen text aktualisiert ![]()
Hallo Ralf,
um das uralte LOL mal wieder zu verwenden: Ich habe als junger Texter 1986 meinen ersten Mac geleast, um ein modernes, leistungsfähiges Werkzeug fürs professionelle Schreiben zu bekommen. Nachdem in der Agentur immer noch die elektrischen IBM Kugelkopf-Monster im Einsatz waren.
Dein Vergleich hinkt m. E. auf beiden Beinen. Denn das Werkzeug Computer hat nichts mehr zu tun mit dem Werkzeug KI. KI ist im täglichen Einsatz (für Autoren und Schriftsteller!) eine Kreativitätskrücke, auf die ich nicht angewiesen bin, zum Glück. Ich lehne ihren Einsatz rundweg ab, weil sie mich vom schmerzhaften und zugleich manchmal fast psychedelischen Prozess des Schreibens “befreit” und damit entfremdet. Okay, Convcenience sells. Das ist ja das Geschäftsmodell dahinter. Sie als Werkzeug wie jedes andere auch zu bezeichnen, greift zu kurz. Sie verführt zu Abkürzungen, macht denkfaul und ist auch als Sparringspartner (unabhängig vom Prompting) nervig. Zumal ich für mein Schreiben eh niemanden benötige, mit dem ich mich austausche. Außer meinem Agenten und meiner Lektorin.
Wie gesagt, ich beziehe mich bei diesen Aussagen ausschließlich auf den Einsatz von KI im Umfeld des belletristischen Schreibens!
LG aus dem Taunus
Roland
Das denke ich auch. Maximal kann jeder für sich entscheiden, wie er damit umgehen will.
Das ist ein Amazon-Begriff. Also soll ihn Amazon auch definieren. Wenn man sich selbst irgendwelche Grenzen setzen will, wird man die auch immer mal wieder reißen, denn dieses Thema ist zu weitreichend für irgendwelche Grenzdefinitionen.
Natürlich tun sie das. Sie wollen ja auch Geld verdienen. Das wird schwieriger, wenn man ohne KI gegen eine Konkurrenz mit KI anstinken will.
Ich kann das so nicht bestätigen. Ich habe sehr ausführliche Diskussionen mit KI geführt. Die liegt genauso oft falsch wie Testleser. Aber sie hat eine Meinung, an der man sich reiben kann.
Dann haben wir ja etwas gefunden, das dir Feedback gibt. Ich bezweifle, dass hier jeder einen Lektor und einen Agenten zum Austausch haben.
Was ich leider traurig finde, ist, dass viele nicht unterscheiden, wie man KI nutzen kann.
Wenn jemand KI-generiert schreibt (=schreiben lässt), ist das für mich eine Sache, KI-assistiert (=zur Recherche, als Testleser, als Plotchecker, als Spannungskurvenanalysator oder Philosoph) eine andere. KI-assistiert geht imA niemanden etwas an, es sei denn, man müsste dann auch die Namen seiner Testleser, Lektoren, den Programmierer seines Schreibprogramms, Steve Jobs, die Lehrer seit der Grundschule und sämtliche Originalquellen der Recherche etc verpflichtend auf dem Cover angeben. Über freiwillig in der Danksagung muss man nicht diskutieren.
Ich hab vor kurzem angefangen, meine Texte mit KI zu besprechen. Ich lasse weder schreiben noch übernehme ich meist höchst dusseligen, ungefragten Korrekturen - ich lass die KI den Hintergrund analysieren. Interpretieren. Die nächste Meta-Ebene spiegeln. Das hilft mir weiter beim Schreiben. Keine vorgefertigten Formulierungen, kein Denkabnehmen (großer Gott, diese verneinende Zweiergruppe mit anschließendem „sondern“ stammt von mir), sondern eine Diskussion mit einem sehr gebildeten, trotzdem strunzeligen und teils falsch liegendem Gegenüber. Das muss man sich stets vor Augen halten. Die LLM verstehen nicht. Sie lernen vom Menschen = immer vom Schlimmsten ausgehen. Wie hieß es schon in den x-Files: Trust no one.
Oh. Das steht sogar bei den KI drunter. Für die ganz Seligen.
ChatGPT interpretiert schlüssig, wenn er viele Szenen vor sich hat, kann es aber trotz stetiger Promptung, es nicht zu tun, nicht lassen, ungefragt “Probleme” in den Text hineinzudeuteln. Diese LLM schafft es nicht, den inhaltlichen Kontext von einer Szene zur nächsten zu transferieren, den POV über den szenischen Moment hinaus zu erfassen, wenn ich es nicht jedes Mal davor schreiben würde. Stattdessen kommen lange Absätze, weshalb die Prota (eine Ärztin) nicht medizinisch denken sollte (z B das Wort “Menstruation”), weil eine außerpersonale Information enthalten sei, keine Wahrnehmung “im Moment”. Überhaupt: ChatGPT schreibt jedes Mal “Problem”, wenn etwas Körperliches oder Körpernahes geschieht. “Ihr wurde heiß” oder “Wirf den Slip nicht auf die Bühne” könnte pornografisch beim Leser ankommen. Hat also keinen Sinn. Diese Maschine ist zu dumm für meine Zwecke.
Claude dagegen: 1A im Promptbehalten. Ist super, wenn man das von einer LLM sagen kann … Claude kommt mit POV gut klar, mit Zusammenhängen, weiß besser als ich, wer wen wie wann gesiezt hat und setzt Formulierungen in Kontext, die hundert Seiten zuvor geschrieben wurden. Von mir, btw.
Typischer Franzose, ist Claude sehr charmant (ich weiß, das kann man regeln, aber nicht während des Schreibens). Trust no one. Mit die Grammatik und Räschtschreibunk hat er dagägen ein bisschen Probläm. Aber Verständnis und Metabene: super.
KI-Nutzung macht nicht blöder. Hart ausgedrückt: KI lässt einen genau so sehr doof dastehen, wie man zum Zeitpunkt der Nutzung ist.
ChatGPT zeigt mir zum Beispiel, dass ich zu informiert, zu anspruchsvoll an den Leser und zu versaut bin. Die Erkenntnis brauche ich nicht, daher arbeite ich nicht mehr mit ChatGPT. Claude schleimt ein bisschen, aber produktiv. Für sowas bin ich also anfällig. In der Schreibphase ein super Claqueur mit schlauen Kommentaren. Und den brauch ich da.
Ich arbeite zurzeit mit Claude und habe einen, für mich, unglaublich guten Workflow entdeckt, der mein Schreiben gepusht hat.
In einer knappen Woche habe ich um die 33 Seiten geschrieben, auch kamen mal in zwei Tagen 3000 + Wörter zusammen.
Das ist für mich einfach etwas, was ich nie geglaubt hätte zu schaffen, weil ich sonst sehr langsam bin und oft mit Selbstzweifel und Blockaden zu kämpfen hatte. (Und weil ich vor KI-Nutzung kein Feedback von meinen Testlesern mehr bekommen habe. Bei manchen warte ich bis heute noch… seit 2023
)
Claude benutze ich quasi als Testleser und Lektorat-Praktikanten. Auch manchmal um meine Ideen, die ich vorgesketcht hatte, einfach mal durchzugehen. Danach wäge ich ab, ob ich es überhaupt benutzen möchte.
Eine KI-Kennzeichnung finde in dem Moment schwierig, wenn dein Text dennoch von dir stammt. Dass man quasi in der ‘Dankessagung’ das erwähnt und beschreibt, wie der Prozess war, sage ich nichts und erwäge es auch so zu machen. Aber das irgendwie auf dem Cover zu markieren, erweckt einen falschen Eindruck, der die 10 Jahre Arbeit, die ich z.b. reininvestiert habe (vor KI), untergehen oder sogar entwerten lässt.
Eine KI als Lektor/Testleser zu nutzen, finde ich auch nicht wirklich kritisch.
Und falls die KI dabei wirklich einen Hinweis liefert, den man in seinem Text übernimmt, dann ist das eben doch was anderes, als sich einen Text von der KI komplett schreiben zu lassen.
Wenn ich einen menschlichen Testleser habe und dessen Hinweise einarbeite, dann macht das diesen freundlichen Menschen ja auch nicht zum Co-Autor meines Textes.
Ich mache das dennoch (noch) nicht, weil ich - trotz meiner Versuche die jeweiligen AGBs zu verstehen - nicht wirklich rausfinde, was eine KI und der Anbieter dahinter dann mit meinem Text macht, machen darf, machen wird. Aber es sollte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich Anbieter am Markt zeigen, die ich “verstehe”. Mal sehen.
Von zukünftigen Autoren-Softwares würde ich auch eine API erwarten, mit der ich die KI meiner Wahl einbinden kann. Gerne dann mit Komfortfunktion, die mich steuern lassen, welche Textteile ich wie an mein eigenes KI Abo senden möchte. Das hätte dann auch den Vorteil, dass man es auch sein lassen kann, wenn man KI eben nicht möchte. Die ersten Softwares machen sowas ja schon, aber so richtig gut noch nicht.
Ich bin also schon pro KI als Gesprächspartner.
Allerdings bin ich auch dafür, dass von KI generierte Texte und Inhalte eben eine Kennzeichnung brauchen. Und bis das sauber “sitzt” wird’s noch dauern, aber die erste Schritte zum Umgang mit “Trusted AI”, die eben auch Regeln zur Kennzeichnung vorsehen, sind ja gemacht. Das findet sich auch beiden verlinkten Sachtexten zum Thema wieder, die @roalf weiter oben als Quelle nennt.
