Seit ein paar Tagen (ca. 22.10.26) habe ich ein Problem:
Alle 10 min friert mein Papyrus (und nur Papyrus) für ca. 30 Sekunden ein. Zuerst kommt eine Sanduhr, dann reagiert Papyrus überhaupt nicht mehr. Nach dieser Zwangspause scheint wieder alles problemlos zu funktionieren.
Ich vermutete, dass das Problem irgendwie mit dem Backup zusammenhängen muss, welches auch alle 10 min erstellt wird. Also habe ich es testhalber auf 60 min gestellt. Das Problem bestand weiterhin. Zuverlässig kam alle 10 min das mittlerweile vertraute “Anwendung reagiert nicht”.
Auch das Abschalten der Backup-Funktion brachte keine Besserung. Das Problem trat weiterhin alle 10 min auf. Mehr aus Verzweiflung habe ich meinen Windows PC neu gebootet. Das hat geholfen: Die Hänger waren weg und kamen auch nach mehreren Stunden nicht wieder.
Aus Interesse habe ich das Backup wieder eingeschalten: Und schon wieder waren die Probleme wieder da. Auch dieses mal bekam ich die Meldung erst weg, nachdem ich die Backup-Funktion wieder deaktiviert und meinen PC neu gestartet hatte.
Was ich sonst noch getan / gecheckt habe:
keine Cloud-Synchronisation aktiv. Ich hatte auf dem PC Google Drive aktiv und habe das während meiner Versuche komplett deinstalliert.
Beim Windows Defender habe ich Überwachung für alle Papyrus-Ordner deaktiviert.
Aktuelles System:
32 GB RAM
1 TB SSD - 90% frei
Windows 11 mit allen Updates (auch 26H2)
Vielleicht ist folgendes noch wichtig:
Es laufen nur 2 Anwendungen: Papyrus und Chrome.
Mein aktueller Roman ist ca. 150 A4 Seiten groß
Seit wann das Problem auftritt, weiß ich nicht. Aufgefallen ist es mir aber erst letzten Donnerstag.
Ich bin für jeden Tipp dankbar. Denn ganz ohne Backup fühle ich mich etwas unwohl.
Für mich klingt das nach einem trägen Netzlaufwerk. Du hast das Google Drive deinstalliert, aber hast du in Papyrus auch die Backup-Pfade von den Laufwerken, die es nun nicht mehr gibt, entfernt?
Hier scheint auch ein Bug in Papyrus zu sein. Warum muss man Papyrus oder sogar Windows neu starten, damit Änderungen in den Backup-Einstellungen wirken?
Das gleiche Verhalten hatte ich auch, und zwar über mehrere Wochen. Ich hatte allerdings mein System in Verdacht, da dies generell etwas träge inzwischen ist.
Noch interessanter: ohne dass ich etwas daran geändert habe, war das Problem von einem Tag auf den anderen weg.
Die Backups wurden immer auf die lokale SSD abgelegt.
Netzwerkprobleme kann ich (mit hoher Wahrscheinlichkeit) ausschließen. Google Drive hatte ich nur deinstalliert, da ich alle möglichen Fehlerquellen ausschließen wollte. Ich hatte darauf spekuliert, dass hier irgendein Synchronisations-Prozess Probleme hatte.
Ich hatte hierzu die KI meines Vertrauens befragt. Die meinte, dass derartige Probleme bei großen Dokumenten auftreten könnten. Aber 150 Seiten sind doch nicht wirklich groß, oder?
Was ich eher vermute: Ich arbeite an dem Dokument schon über 6 Monate. Vielleicht gibt es irgendwelche Meta-Daten, die beim Backup Papyrus “durcheinander” bringt. Vielleicht gibt es ja irgend eine Art “Defragmentierung”, die die pap-Datei wieder repariert?
Gegen meine Theorie spricht aber, dass der 10 Minuten Rhythmus erst nach einem reboot aufgehört hat. Ich könnte mir daher vorstellen, dass es bei den Einstellungen zum Backup auch nicht alles passt.
Ich hatte die gleichen Symptome. Bei mir lag es an Laufwerken, die über eine lokale IP Adresse eingebunden sind. Wenn die nicht erreichbar sind, tritt das Problem auf.
Drauf gekommen bin ich, weil sich der Explorer genauso verhält, wenn man irrtümlich auf so ein nicht verfügbares Laufwerk klickt. Er ist dann 15 oder 20 Sekunden nicht ansprechbar, wahrscheinlich bis irgend ein Timeout greift.
Ich habe natürlich alle Pfade in Papyrus geprüft. Die Netzlaufwerke sind aber nirgends eingebunden. Meine Vermutung ist, dass Papyrus eine Windows Routine verwendet und alle 10 Minuten damit die Laufwerke scannt.
Ich habe aber am Ende nicht weiter geforscht, sondern mache jetzt einfach das lokale Netz über eine VPN Verbindung nutzbar, wenn ich den Rechner woanders verwende. Dann gibt es keine Probleme.