Sammelt von euch jemand alte Bücher? Ich habe dieses Jahr damit begonnen und heute mein erstes Buch von 1893 erhalten. Mir ist wichtig, dass die Bücher möglichst wenig Stockflecken haben, dass der Buchrücken noch ordentlich ist und dass eine Jahreszahl zu finden ist. Optimal wäre es wenn ich es schaffe mich nur auf „Klassiker“ zu beschränken, damit es nicht ausufert, aber ich habe schon so wunderschöne alte Bücher gefunden, wird mir also eh nicht gelingen und bald habe ich wahrscheinlich mein erstes „Hebamme im 18. Jahrhundert“ Sachbuch oder so
Direkt sammeln würde ich nicht schaffen. Rein aus Platzmangel. Ich habe aber einige Schätzchen aus der Familie aufgenommen. Unter anderem das Deutschbuch/ „Lesebuch“ von meinem Großvater. Eine Ausgabe von 1906 mit sehr spannenden Anmerkungen, wie man seine Augen schützen soll. Zum Beispiel: schütze die Augen vor Zugluft und stecke den Kopf nicht aus dem Zugfenster
Manche Tipps sind wirklich schlau, andere sehr putzig. Es lohnt sich die Tipps mal durchzulesen. Für mich persönlich ist es das Buch, was alles für mich verbindet. Familie, Erinnerung, Beruf und Hobby.
So ein altes Schätzchen meines Großvater (ebenfalls Brandenburg, aber noch etwas älter) besaß ich auch einmal, leider in äußerst schlechtem Zustand. Dort wurde in einem Kapitel sehr ausführlich erklärt, warum Reisen zum Mond absolut unmöglich und reine Utopie sind.
Vielleicht sollte ich mir das Buch nochmal genauer ansehen. Es ist auf jeden Fall ein Lehrbuch quer Beet. Lyrik, Grammatik… Mein Opa war ein Bär von einem Mann, körperlich. Er war Schmiedemeister, in der … Generation. Aber sehr sanft im Gemüt. Da passt es für mich, warum er dieses Buch gehütet hat.
Das ist ein Buch aus dem Besitz meiner Großeltern. Es wurde um 1900 von der leipziger Buchbinderei F.A.Barthel gebunden. Es heißt „Platen Neue Heilmethoden“ und hat einen handschriftlichen Eintrag in Sütterlin. „Wilhelmine Vogel zum 25. Geburtstag“
Die Vogel- Schwestern waren angeheiratet (Ururgroßeltern)
Der Buchblock ist billige Massenware (drahtgeheftet, nicht gerundet obwohl über! 10cm dick) vermutlich wurde wahrscheinlich der Block deutlich nach dem Druck gebunden. Das war durchaus üblich.
Ich habe dieses alte Kochbuch von meiner Mutter. Es ist an einigen Stellen mit Klebeband geflickt, ich glaube meine Mutter hat daraus noch gekocht. Für mich schwer zu lesen aber hochinteressant, vor allem die Serviettenfalttechniken am Ende des Buches.
Ich finde einfach toll dass man für wenig Geld an echt gut erhaltene Bücher kommt. Was die alles erzählen könnten und wer die schon alles in der Hand hatte. Sowas fasziniert mich und regt meine Phantasie an.
Mein Buch vom Rattenfänger hat zum Beispiel nur 4€ gekostet. Gibt teurere Hobbys
Ich habe immer wieder mal den Bücherschrank meines Vaters geplündert und damit als Teenager begonnen. Mein Vater war einfach froh, dass ich gerne lese und hat das auch augenzwinkernd unterstützt, wenn die Taschenbücher aus seinem Schrank in meine Leseecke im „Kinderzimmer“ verschwanden. Unter den besonderen Schätzen sind die beiden Bände
Reich im Mond. Loewe, Leoben 1951.
Im Banne des Alpha Centauri. Loewe, Leoben 1955
von Manfred Langrenus (Friedrich Hecht).
Oder „Die Großen in der Tiefe“ von KH Scheer.
Besonders „Das Reich im Mond“ scheint mir eine Art Vorläufer von Perry Rhodan zu sein, nur, dass man da auf dem Mond kein Raumschiff entdeckte, sondern eine gewaltige, unterirdische Anlage einer fremden Zivilisation. Tollkühne Männer (aus Österreich) in rasselnden Raketen - hach!