Amazon KDP Selfpublishing

So einfach ist es leider nicht. Es gibt welche, die wirklich richtig gut sind und von niemandem bemerkt werden. Sie finden weder Agenten noch Verlage, weil sie möglicherweise eine Nische bedienen möchten und keinen Mainstream schreiben.

Manchmal scheitert es einfach daran, dass man gut schreiben, sich jedoch nicht gut verkaufen kann. Denn das „Sich-selbst-verkaufen“ musst du auch einem Agenten / Verlag gegenüber. Das muss man sogar in jedem Bewerbungsgespräch in x-beliebigen Firmen. Wer sich gut verkaufen kann, hat immer die besseren Karten. Die Personalchefs suchen sich nicht immer die mit den besten Leistungen heraus, sondern die, die eben die beste Wirkung im Vorstellungsgespräch erzielen. Ein stilles, graues Mäuschen wird im Marketing eines Konzerns null Chancen haben, selbst wenn sie die genialsten Ideen hätte. Denn wenn man sie nicht lässt, ihr Potential unter Beweis zu stellen … So ähnlich ist es mit den Büchern halt auch.

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Servus Igor,
Deckt sich mit meiner Erfahrung und trifft die Probleme im SP auf den Punkt.
Aber dein Rundumschlag trifft in diesem Forum die Falschen. Man kennt sich ja meist nur virtuell, dennoch glaube ich schon, dass die Mehrzahl der hier aktiven genauso viel, oft sogar mehr Arbeit und Herzblut in ihre Werke stecken, wie ein Verlagsautor.

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Ach ja, und ich Vermute du hast einen Agentur- und/oder Verlagsvertrag. Dann weißt du sicherlich auch, dass es in der Branche primär Marktgerechtes gesucht ist. Gut schreiben ist vorausgesetzt, das allein reicht jedoch nicht …

… insofern finde ich diese Aussage pauschal wertend und obendrein überheblich bis arrogant.

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Dann wünsche ich dir von Herzen viel Erfolg. Informiere uns doch bitte rechtzeitig, wann dein Verlagsbuch in den Büchereien zu finden sein wird. Vielleicht erlebe ich das ja noch.

Ach ja, noch was zu den Fehlern. Ich habe bisher auch noch kein Verlagsbuch gelesen, in dem keine Fehler waren. Also komm ruhig ein wenig runter von deinem hohen Ross.

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Ich sehe das eher locker. Bevor es SP gab, wurden viele Bücher verlegt, bei denen man sich an den Kopf fasste und fragte: „Warum um Himmels Willen?“

Schon damals waren Verlage eher bequem (lass uns Fantasy und Scifi aus den USA übersetzen!), statt heimischen Autoren eine Chance zu geben. Ich glaube nicht, dass die Verlage 98% müll bekommen und 2% ist „gut genug um angenommen zu werden“ → vermutlich bekommen sie gute 30%-50% von Literatur, aus der man was machen könnte.

Die Verlage stellen sich dann eher die Frage „kann er regelmmäßig liefern?“, denn durch das Lektorat (mit Korrektur) werden deine „Mängel“ ja direkt Verlagsseitig behoben. Aber dann muss der Schinken auch noch beworben werden, oder einen Markt besitzen. Leider weiß niemand, wie der Markt von Morgen aussieht. Meist gibt es dann einen Mutigen und 100 Nachahmer bis alle ganz ermüdet (von Romantasy sind :smiley: )

Wurde doch schon getestet. Viele Klassiker, erstmal abgelehnt:

Rowling wurde erst als „Pseudonym verkauft“ als sie sagte, wer sie wirklich sei.

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Ich fasse mal wertfrei zusammen: Das perfekte Buch gibt es nicht, ganz gleich, auf welchem Wege es veröffentlicht worden ist.

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Da muss ich intervenieren, es gibt viele Bücher, die perfekt sind.
Ein jedes, welches einen begeisterten Leser findet ( oder andersrum) ist perfekt. Zumindest in diesem Microkosmos.

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Selbst bei meinen Lieblingsbüchern habe ich etwas zum aussetzen. Z.B. Dan Simmons Hyperion (deutsche Auflage) hätte ich gerne von den rund 1000 Seiten um 150 Seiten gekürzt. Begeistert ja aber perfekt war es nicht für mich.

Ich redete in o.g. Zusammenhang ausschließlich von Rechtschreibung und Grammatik und da kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass es keine fehlerfreien Bücher und in diesem Kontext keine perfekten Bücher gibt.

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Da hab ich es richtig gut. Viele kleine Fehler fallen mir gar nicht auf, wenn ich in der Geschichte stecke. :+1:

Offen gesagt verstehe ich dein Problem nicht…oder bist du dem Irrglauben aufgesessen, als Verlagsautor verdienst du viel Geld? Nur weil du einen Verlag hast, hast du nichts gewonnen … außer vielleicht einen kleinen Vorschuss. Die meisten Verlage machen rein gar nichts für ihre Autoren…da dümpelt dein Buch genauso herum wie im Sp. Es wird vom Autor verlangt, selbst Marketing zu betreiben…vor allen Dingen erwarten viele, dass du bereits eine hohe Followerzahl auf Insta und Co. hast. Wenn nicht, bist du uninteressant…
Gutes Schreiben sollte ein Auswahlkriterium sein, ist es aber oft nicht. Wenn du dir mal einige Verlagsbücher anschaust, fragt man sich: Wer hat das Skript ausgesucht? Der Hausmeister?
Warum glaubst du, gehen viele Verlagsautoren ins Self-Publishing?
Und wenn du ohnehin Marketing machen musst, kannst du dir den Verkaufserlös auch selbst einstreichen.
Es funktioniert über Sp…man muss halt etwas tun und auf Qualität setzen. Und ein Buch reicht nicht, um davon zu leben, weder beim Verlag noch im Sp. Es sei denn, du schreibst einen Bestseller
Und…es gibt zig Verlagsbücher, wo viele Fehler drin sind. Trotz Lektorat und Korrektorat
Wenn man schreibt, sollte man wissen, dass es wie bei allen anderen Künsten auch, oft brotlos ist. Einen Bestseller schreiben nun mal die wenigsten

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Und selbst dann … 1-3 Woche in der Top Ten der Spiegel-Liste bringt nur einen kleinen Peak in den Zahlen. Um davon wirklich leben zu können, brauchst du innerhalb eines Jahres mindesten 3 Monate einen platzierten Titel, oder eine breite Fan-Base oder einen Stammplatz auf den Büchertischen der Händlerriesen … oder ein Regal nicht unter A-Z sondern mit deinem Namen…

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Sorry, aber da muss ich jetzt mal eine ebenso harte Ansage machen: vom eigenen Unvermögen (offenbar nimmst du ja nicht nur an, du würdest per SP nichts verkaufen sondern auch gleich noch, du würdest die Sprache auch nicht besser beherrschen als die Autoren der SP Bücher, die du gekauft hast) auf ein allgemeines Prinzip zu schließen, ist schon eine besondere Form der Hybris.
Es gibt durchaus qualitativ hochwertige Selfpublishing Bücher, die sich vor keiner Verlagspublikation verstecken müssen. Autoren den Begriff „prostituieren“ unterzuschieben, weil sie Werbung machen, meinst du entweder nicht ernst oder ich kann dich nicht ernst nehmen. Niemand verkauft irgend etwas „out of the dark“ - vom Handwerker über den Supermarkt und jedem, der sich mit einer Be"werbung" um eine Arbeitsstelle bemüht, bis hin zu Künstlern, die eben die eigene Leistung verkaufen.
Ohne jede Form der Eigenwerbung kannst du nur durchs Leben kommen, indem du anderen auf der Tasche liegst.

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Genau so ist es…Rosa Brille mal eben demoliert :grinning:

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Oder eine Verfilmung :wink:

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Jaaa… immer fest die Daumen drücken!

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Mache ich

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„Vom Schreiben leben“ oder „sein Hobby zum Beruf machen“ wird leider auch viel zu oft romantisiert. Wenn man vom Schreiben leben will, muss man auch entsprechend hart dafür arbeiten. „Gut schreiben“ allein reicht nicht. Davon abgesehen ist es auch immer mit Risiko und dem Druck verbunden, etwas liefern zu müssen. Ich habe mich z.B. bewusst fürs SP entschieden und es gar nicht über den Verlagsweg versucht, weil ich meinen Job liebe, Geld damit verdiene und dadurch den Luxus haben kann, in meiner Freizeit zu schreiben. Das heißt nicht, dass weniger Arbeit oder Herzblut in meinen Projekten steckt, ich möchte aber unabhängig bleiben. Vielleicht ist es das irgendwann mal anders, wer weiß?
Man sollte sich einfach davon verabschieden, SP als reine „Notlösung“ anzusehen - das ist es schon lange nicht mehr. Und natürlich gibt es im SP mehr schlechte Bücher als im Verlagssektor, aber das ein Verlag kein alleiniges Qualitätssiegel ist, zeigt schon der nächste Gang in einen Buchladen.

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So ist es, die bewusste Entscheidungen treffen ist ein guter Ansatz.
Konsequent die persönlichen Ziele verfolgen und stets beste Qualität liefern. Früher oder später hat man damit Erfolg, egal wie man diesen für sich definiert und egal ob beim Verlag oder im SP. Beide Wege sind steinig und „oben“ wird die Luft immer dünner …

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