Aw: Absatzformatierung Erste Linie mit Einzug
[QUOTE=Linus]
Überhaupt würde ich empfehlen, für alle Arten von Textauszeichnungen semantische Formatvorlagen zu definieren. Auch wenn man z.B. heute meint, dass man wohl immer betonte Worte und Gedanken in kursiver Schrift schreiben wird, ist es besser, eine Textvorlage für Betonung und eine für Gedanken zu machen und nicht nur eine einzelne, oder sogar - noch schlimmer - hart kursiv zu formatieren. Wer weiß, ob einem nicht am Ende eines Buchs einfällt, dass Betonungen in leicht gesperrter Schrift doch schöner aussähen, Gedanken aber unverändert formatiert bleiben sollen …
Deswegen habe ich mir für alle möglichen Textauszeichnungen Vorlagen erstellt: Gedanken (kursiv), Brüllen (Großbuchstaben), Betonung (kursiv), Brief- oder sonstige Dokumentenzitate (serifenlos, kursiv), Texte auf Computermonitoren (mono-spaced), etc.
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Hier möchte ich gerne, speziell für SPler, ein paar wichtige Sachen zum Thema anmerken.
- Auszeichnungen sollte man generell sehr, sehr sparsam verwenden! Wenn man es nicht durch den Text fertigbekommt, dass der Leser merkt, dass sich ein Prota aufregt, dann bitte auf keinen Fall mit Großbuchstaben dem Leser reinprügeln. Sondern dann bringt’s der Text nicht! Großbuchstaben als Schrei-Auszeichnung geht in einem Chat, ist in einem Buch ein absolutes No-go, das Unprofessionalität attestiert!
Solche Auszeichnungen empfinde nicht nur ich als Holzhammermethode, die vielleicht bei einem Comic reingehen, wobei ich mich allerdings nicht auskenne. Es macht doch auch viel mehr Spaß, nur mit Worten etwas rüberzubringen. Die einzigen Auszeichnungen die wirklich Sinn machen, sind »direkte Rede«, ›starke Betonung‹ und schwache Betonung bzw. Zitat. Gedanken kann man schon kursiv darstellen, nur habe ich den Verdacht, dass man, wenn man das versuchen will, ein Perspektivenproblem hat. Denn wenn die Perspektive stabil steht, dann können es ja ohnehin nur die Gedanken des aktuellen Prota sein oder?
Hingegen sind Satzzeichen eine leider sehr selten genutzte Option. Strichpunkt, für eine mittelstarke Trennung/Zusammenhaltung von zwei Teilen. Gedankenstrich zur Flußunterbrechung. Wann ein Einschub mit Komma oder Gedankenstrich? Dieses subtile machts aus, das andere ist m.E. Grobmotorik. Auch ist das Bedürfnis nach noch stärkerer Auszeichnung ein Indiz dafür, dass man ein Problemt mit dem Erzählrhythmus hat und hyperventiliert.
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Selbst wenn es sein muss, Gedanken kursiv darzustellen, finde ich Formatvorlagen untauglich. Denn denkt man nur in Absätzen?
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Nicht nur für SP sondern generell auch jedem Lektor und Verleger zuliebe: wenig Formatierungs-Schnickschnack! Je mehr solches Zeug, desto größere Troubbles später beim generieren des E-Books, versprochen! Denn E-Book-Texte werden vom Reader und Leser formatiert, nicht von dir!
Deshalb:
Empfehlung für etwa einen Roman, Kurzgeschichte, Erzählung etc:
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Standardvorlage für Text, mit Absatzeinrückung
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Standardvorlage für Text, ohne Absatzeinrückung (optional. Brauche ich selbst nicht. Denn wenns der Text nicht bringt, dann hilft auch das nicht)
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Kapitelüberschrift Stufe 1 mit Seitenwechsel davor. Sollte man auch für E-Books dann vorsehen, wenn man keine dezidierten Kapitel hat - wegen des Navigierens!
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Kapitelüberschrift Stufe 2 mit etwas Abstand davor (optional)
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Großer Szenenwechsel: *** zentriert. Davor und danach einen Leerabsatz. Kleiner Szenenwechsel mit Leerabsatz
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Wenn kursiv, dann diesen Text einfach kursiv setzen. Funktioniert in der Umsetzung zum E-Book immer.
Alles andere ist überflüssiger Ballast, der einem das Leben schwer macht. Man sieht also, dass man mit genau drei Formaten durchkommt.
Liebe Grüße
Martin