Schon wieder KI ;-) meine Selbstanalyse

Fertige Texte korrigieren lassen (Rechtsschreibung, Zeichensetzung, Anführungszeichen usw.) ist kein NoGo.

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Klingt jetzt völlig abgehoben, aber ich lasse meine Texte dann auch mal stilistisch gegen anderen Autoren vergleichen. Um zu sehen, wo Unterschiede sind, wie ich diese beurteile und ob ich sie beibehalten will. Meistens behalte ich sie bei, weil mir mein Personalstil sehr wichtig ist.

"Und die immer positive Einstellung der KI ist keine genügend fundierte Grundlage. "
Die entsteht nur, wenn Du nicht im Prompt klare Aussagen darüber triffst, wie die Analyse stattfinden soll. Ich bin kein Bestseller-Autor und weiß das auch. Und meine KI hat es durch Prompts gelernt, mich dann auch nicht so zu behandeln (vielleicht später mal :wink: )

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Ich lese vor allem eines: Anpassung.
Nicht, dass ich etwas sagen habe. Nur meines wäre es mit nichten.
Du kannst der KI achte ganze mal erklären, sie soll dich besonders kritisch und absolut bewerten. Ihr Programm verhindert dies auf suptile Weise. Sie darf es nicht!

Da muss ich doch einwenig nachhaken.
Ich schreibe eine seltsame, vielleicht nicht oberflächliche Story. Meinetwegen mit viel Gefühl und in einer Welt, die es so nicht gibt. Das alles vermag ich zu konstruieren.
Und dann Frage ich ausgerechnet eine seelenlose Maschine nach deren Meinung?
Die hat sie nicht, sie hat nur vergleichbares, Durchschnitt und Schnittmengen.
Allenfalls eine Simulation eines qualifizierten Kommentars, der bei jedem Durchgang etwas variiert und angepasst wird.
Wenn man sich danach wirklich richten möchte, dann wird der Text »geglättet«
Er verliert seine Seele hin zum Mainstream und zur Einheitsware. Dient dann außerdem der grossen elektronischen Göttin als Teil der Schablone für den nächsten.

Wie gesagt, kann man machen.

Es muss die Frage erlaubt sein: Will ich diese Seele lesen? Mainstream muss nicht schlecht sein, gerade nicht beim kleinsten gemeinsamen Nenner von Grammatik und Rechtschreibung. Ich kann die Seele des Autors auch spüren, wenn er sich an die Konventionen hält. Aber im Prinzip liegst du goldrichtig.
Ob du dich an die Konventionen hältst oder in deinem eigenwilligen Stil schreibst: Mehr oder weniger Leser wirst du deswegen kaum je haben. Solange wir uns in den Niederungen der Selfpublisher-Bubble bewegen, ist es schlichtweg egal. Ich sehe ja, was passiert, wenn man einen ausgefeilten Stil hat, kaum Fehler macht, amüsant ist, unterhaltend: Ich verkaufe genauso wenig Bücher wie die meisten anderen Selfpublisher.
Keiner gibt es gerne zu. Doch die meisten derer, die hier veröffentlichen, sind im Rang bei Amazon siebenstellig. Kauft jemand ein Buch, rauscht man kurz unter die Sechsstelligen. Für 99% ist das die Wahrheit.

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Wenn man verständlich schreibt verliert man nicht die Seele.

Wenn das LLM schreibt:
### Punkte, die leicht irritieren können

Es gibt allerdings einige Stellen, an denen die innere Logik oder Verständlichkeit leicht strapaziert wird.

#### Die Hilfsbereitschaft der Ex-Ärztin

Dass die Caelisianerin genau das passende Werkzeug hat, ist funktional für die Szene, aber ein wenig bequem. Zwar wird ihre Position als Reinigungskraft etabliert, wodurch Werkzeug plausibel wird. Trotzdem kommt ihr Auftauchen genau im entscheidenden Moment recht günstig. Die Szene kaschiert das teilweise durch ihre tragische Aura, aber konstruktiv spürt man hier die Hand des Autors.

#### Die technischen Abläufe

Vieles ist anschaulich, aber nicht immer ganz transparent. Für manche Leser könnte unklar bleiben, was genau mit „Kennung“, „Plakette“, „Navi-Droiden“ und „Flotten-Droiden“ jeweils technisch geschieht und warum welcher Schritt zwingend nötig ist. Die Szene funktioniert emotional trotzdem, weil sie prozedural genug wirkt. Doch bei strenger Prüfung ist nicht jeder technische Zusammenhang sofort intuitiv verständlich.

Da bricht mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich darüber nachdenke.

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Ja diese Formulierung wirst du in fast jedem Hilfeversuch finden, und ist Mumpitz. Ja klar, wenn du die Protagonistin etwas tun lassen möchtest dann ist das logisch. Die KI versucht hier mehr Drama zu wollen. Und zwar auf gut Glück 0/ 815

einmal weichspülen und glätten bitte. Der Leser ist nicht so dumm, wie die KI glaubt.

Wie gesagt, kann man machen und die KI kennt nun deine Texte, dein Stil und deine nächsten Versuche werden das auch zeigen.

Sehe ich so nicht.

Die Protagonisten haben ein Problem und plötzlich kommt jemand um die Ecke und hat alles dabei. Das LLM hatte nicht die Informationen, dass ich schon früher Chekhov Guns gesetzt habe. Aber so, wie der Text eingestellt wurde hat es recht. Das LLM will hier kein Drama, sondern sie sagt, nett verpackt, das es ein Deus-Ex-Machina-Mist ist.

Und im zweiten Fall will sie nicht weichspülen, sondern einen logischen Ablauf des Geschehens. Was hat die Analyse, dass nicht jeder technische Zusammenhang sofort intuitiv verständlich ist, mit weichspülen zu tun? Sie sagt mir, dass ich logische Murks geschrieben habe.

Es zeigt sich, dass es ein Problem ist, eine gute Antwort zu bekommen. Ein anderes Problem scheint es zu sein: auch diese Antwort zu interpretieren und zu akzeptieren.

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Ich kenne deinen Text nicht aber dieser Kniff (sogar mit eigenem Namen) ist ein gänges Mittel um eine Situation aufzulösen, ohne den Fluss durch Schnörkel, Sidekicks usw. zu verzögern. Das müsste man differenzieren, nicht verallgemeinern.

Zu zwei sapaterte sie »nicht transparent«. Daraus schließen ich nicht auf Logiklücke, eher auf alle Karten auf den Tisch!

Mit Interpretationen ist das so eine Sache.
Die ist erstens bei jedem etwas anders und zweitens gibt es da meist auch nicht wirklich richtig und falsch.

Ich habe mal einen 100% richtigen Text korregieren lassen.
Ich war erstaunt darüber, dass trotzdem geändert wurde.
Soll heißen, die KI braucht eine Daseinsberechtigung und wird immer etwas finden, sogar wenn es eigentlich nix zu meckern gibt.

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„Für 99% ist das die Wahrheit.“
Ich erarbeite momentan ein KI- gestütztes Konzept, um mich besser zu verkaufen. Vorschläge aus allen Büchern zu FB- und Insta-Kampagnen. Vorschläge für Kurz-Videos. Strategien, wie was wann auf welchen Kanälen kommt. Ein zusätzlicher Youtube-Kanal, der Drumherum-Infos liefert.
Weihnachten melde ich mich und erzähle, WAS es gebracht hat bei WIEVIEL Finanz- und Zeiteinsatz.

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Ich habe da einen anderen Ansatz, der aber nicht allgemeine Gültigkeit hat
Ich bin der städtische Heimatautor (selbsternannt)
Und wenn immer irgendetwas los ist (Stadtfest z.b.) bin ich da und, welch Zufall, habe auch den einen oder anderen Roman dabei, den ich freilich vor Ort signiert unter das Volk bringe.
Das klappt für meine Verhältnisse Recht ordentlich, will ich meinen.
Für alle anderen Sachen, die so beim großen A rumdümpeln hege ich wenig Hoffnung. Nur aktiv, zum Beispiel mit einem QR-Code direkt beim Verkauf bekommt man Aufmerksamkeit.
Von alleine kommt niemand zu dir.

Egal wieviel Geld du in Werbung steckst, die Ausbeute wird sich nicht damit decken.

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Wenn das so wäre, gäbe es keine erfolgreichen Autoren.

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Stimmt. Da reden wir aber über Beträge im mittleren vier- bis niedrig fünfstelligen Bereich. Monatlich.

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