KI-Suche innerhalb / außerhalb von Papyrus

Ich versuche eigentlich, mich hier langsam von den KI-Diskussionen fernzuhalten. Aber ich habe hier gerade wieder etwas erlebt, das mich fassungslos macht. Das neuerdings zweigrößte Claude-Modell Opus 5 ist der Hammer.

Ich habe eine Insel, deren Rolle in meiner Serie immer mehr gewachsen ist - und die zu Beginn nicht ausdefiniert war. Gestern hab ich nur so aus Interesse die Frage gestellt, ob mir Claude helfen kan, diese Insel zu kartografieren. Zu schauen, ob die Klippen bei Beschreibungen gleich hoch sind, ob die zurückgelegten Wege sinnvoll sind. die Meilenangaben zusammenpassen (sofern welche genannt werden) und die Orte dort, wo sie in der Karte eingetragen sind.

Opus 5 hat mir jetzt seit gestern 5 Bände eingelesen - das sind 1600 Seiten. Und er spricht mit mir, als ob er die Filme dazu so oft geschaut hat, dass er sie auswendig kann. Der hat ALLE Stellen analysiert, die meine Insel Tanua erwähnen. Claude kann ja selbst nicht zeichnen, aber er hat sogar eine Art Koordinatensystem aufgesetzt, wo er wie bei Schiffe versenken eingetragen hat, was dem Text nach an welcher Stelle stehen müsste.

Was ich hier gerade sehe, geht weit darüber hinaus, bestimmte Textstellen zu suchen. Auch das Memoryfenster - das früher sehr begrenzt war - ist nun wirklich groß.

Ich hab keine Ahnung, wie weit die Konkurrenz so ist. Claude labert einen halt nicht so zu wie ChatGPT oder Gemini. Darum werde ich dabei bleiben - auch, weil ich über Cowork mit Dateien und Verzeichnissen arbeiten kann. Ich kann nur jedem empfehlen, der in seinem Text irgendeine Unübersichtlichkeit hat, sich daran mal zu versuchen.

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Nachdem ich jetzt hier Likes bekomme - vielleicht interessiert das Thema doch noch jemand anderen:

Dies hier hat Claude (der eigentlich keine Bilder kann) auf eigenen Vorschlag anhand meiner Texte und Vorgaben erstellt. Er kann zwei keine Bilder, aber er hat einfach ein SVG gemacht - das kann er codieren. Dann hat er davon ein PNG erzeugt.

Was jetzt hier nach ein paar Statiönchen aussieht, hatte tatsächlich ein paar Synchronisationsarbeiten über mehrere Hundert Buchseiten gebraucht. Denn alles musste in einer gewissen Weise angeordnet sein, damit die Texte Sinn machen.

Das ist nun meine Version davon über Inkarnate. Die ist sicher hübscher. Sieht zwar nun durftig aus - von der Menge der Orte. Aber nur, weil unbenannte Wegespunkte nicht eingetragen werden. Aber alles ist jetzt so angeordnet, dass alle Reisen, Nennungen, Sichtungen und Maße über 5 Bände hinweg stimmig sind. Und ich sehe gerade, die Westklippen sind gelöscht. Ich hasse Inkarnate.

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Du bist zwar noch hinter @Koebes Kugel einsortiert, aber gib Signal wenn du deine Reihe überarbeitet hast - ich wollte bei dir unbedingt mal reinlesen :stuck_out_tongue:

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Am Text der ersten beiden Bände wird sich nur wenig tun. Ich konnte lediglich die Fehlerkontrolle mit Claude automatisieren. Eigentlich warte ich gerade aus verschiedenen Gründen auf eine neue Softwareversion.

Nachdem Claude mir nun in 20 Minuten einen Band durchsieht, nutze ich die Zeit zum Finetuning. Da wird immer mal wieder ein fehlendes Fragezeichen gefunden oder ein Satz angemeckert. Und wenn Claude recht hat, ihn anzumeckern, ändere ich ihn halt.

Auch mein Anredesystem ist komplex. Ich hatte damals über Dialekte nachgedacht, hab es dann aber über unterschiedliche Anreden gelöst. Und je klüger Claude wird, desto mehr merkt der sich plötzlich, wer per du oder per Sie (Ihr) ist. Und nun merkt sich Opus 5 sogar von dieser speziellen Insel die Klippenhöhe und rechnet die Stufen der Treppe von Jandor nach, ob das auch passen kann - die Sau. Diese Seenplatte ist nun in der Karte eingebaut worden, um einen sachlichen Fehler zu bereinigen, der niemals jemandem aufgefallen wäre.

Wenn Band 3 jedenfalls herauskommt, erhalten die ersten beiden Bände nochmal ein neues Seitenlayout und die Serie bekommt ein zusammenhängendes Coverdesign. Das werde ich hier dann auch posten. Es gibt kein Problem mit dem bisher veröffentlichten Text. Aber natürlich wünscht man sich, dass jemand, den man irgendwie kennt, auch die beste Version zu sehen bekommt.

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Haha, du hast letztes selbst gesagt, ich solle aufs neue Coverdesign warten. Darauf nahm ich Bezug. Ansonsten schnapp ich einfach nach der Kugel deinen ersten Band :sweat_smile:

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Was für ne Kugel? Gibts Eis?

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Ich denke, es ist die Koebes-Kugel gemeint.

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Genau, für einen Kugel Eis müssen wir Suse besuchen :laughing:

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Herzlichen Dank für Deine spannenden Einblicke, wie Claude arbeitet! Es wäre schön, wenn Claude etwas “intelligenter” ist als Chat GPT und sich für Überarbeitungen besser nutzen lässt.

Ein Claude-Abo kostet gute 20 Euro im Monat. Das kann man mal investieren, wenn man einen Eindruck bekommen will. Claude textet dich nicht so zu wie ChatGPT. Er hält sich sehr viel strenger an deine Vorgaben. Und wenn du willst, dass er dir die Wahrheit sagt, dann kann er mit dir so streng sein wie ein Oberlehrer. Nachteil: Beim großen Modell Opus erreichst du immer mal dein Limit und musst warten.

Wenn du GoogleDocs verwenden solltest, kann er sogar in deinen Texten rumpfuschen. Aber das ist ein Gebiet, das ich ihm nicht überlassen will. Und über Cowork kann er (wenn du das willst) auf Dateien innerhalb eines Verzeichnisses zugreifen und selbstständig damit arbeiten. Das ist schon cool.

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Also ich spreche mich hier ganz eindeutig und 100% GEGEN KI-Tools in Papyrus aus. Ich schreibe mir nicht umsonst überall auf die Fahne, dass ich “garantiert ohne KI” arbeite.
Leider geht der Trend immer weiter in die Richtung, dass plötzlich überall KI eingebaut und genutzt wird. Finde ich eine schreckliche Entwicklung.

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So hart wie es klingt, aber selbst der Dudenkorrektor ist eine Art KI, rudimentär, aber KI, weil er Muster erkennt und mit Datenbasen vergleicht.

Der Zug KI ist vor Jahrzehnten schon abgefahren.
Fuzzylogik nannte man es mal, selbst davor war Massenabgleich von Daten mit Wahrscheinlichkeiten schon modern, hat sich nur keiner für interessiert.

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Aus diesem Grund werben aufkommende Konkurrenzprodukte genau mit dem Versprechen, niemals generative KI in ihre Produkte einzubauen.

Deshalb spreche ich mich auch dafür aus, keine KI in Papyrus zu integrieren. Selbst KI-Textanalysen, ohne das neuer Text generiert wird, können bspw. schon in der Zusammenarbeit mit Verlagen Probleme bereiten.
Wer zwingend KI-Tools benötigt, kann dieses auch außerhalb von Papyrus erledigen.
Für mich wäre das bspw. ein Grund, auf ein anderes Produkt zu wechseln.