Hier der selten zu sehende, einzigartige Suse-Dystopieblick.
Ich war heute beim (bitte verzeiht mir diese Schreibweise, aber es heißt nun mal so) Poet*innenfest in Erlangen. Es war schön und es gab bei den Bühnen viele Zuhörer. Ich war unter anderem in der Orangerie (beim Schlossgarten Erlangen) bei “Die Zwei vor Ort” von Bayern 2. Dort gab es Gespräche zu den neuen Büchern von zwei Autorinnen und zwei Autoren. Ich habe mir das Buch “Schwestern” von Thomas von Steinaecker geholt. Es ist noch nicht im Handel erhältlich. Erst ab nächste Woche gibt es alle Bücher der Autorinnen und Autoren im Handel. Alle weiß ich jetzt nicht mehr. Aber das o. g. Buch weiß ich noch so genau, weil ich es für 26 Euro gekauft habe. Das ist preislich mal ein Brett. Aber dafür interessiert mich die Handlung. Es geht um eine geistig behinderte junge Frau und deren “normale” Schwester. Und da ich ja auch ein “besonderer” Mensch (mit Down-Syndrom) bin, interessieren mich alle “besonderen” Lebensläufe…
Gruß
Super Girl
PS: Schönes Bild von euch Dreien @ Suse.
PS 2: Wo finde ich hier im Forum etwas übers Exposé schreiben? Oder soll ich einen neuen Thread aufmachen?
Danke! Nicht nur das Bild. Auch der Nachmittag war sehr schön.
Hier gibt es schon einen Thread:
Vielleicht kannst du deinen ja auch da einstellen, damit wir gemeinsam daran feilen können.
Danke dafür. Ich guck gleich mal rein!
Spannender Nachmittag mit sehr spannenden Mit-Autoren. War richtig schön!
Ich habe heute einen Roman von Tess Gerritsen zu Ende gelesen und mich so vor dem Harken des vorzeitig gefallenen Herbstlaubes gedrückt.
Ich habe gerade ein interessantes Zitat gehört und es spukt in meinem Kopf herum.
“Loyalität ist die einzige Kraft, die auf einer Stufe mit der Wahrheit steht.”
Ich habe… mein Exposé fertig. Zumindest eine erste Kürzung des Ganzen!
Ich habe … heute alte, uralte und fast prähistorische Dokumente aus mehr als 40 Jahren geschreddert und entsorgt - unglaublich, was sich in einem halben Leben so ansammelt - die Papiertonne ist so gut wie voll.
Nun auch in meinem!
Und je länger ich darüber grübele, desto weniger verstehe ich das Zitat. Vielleicht weil mir der Zusammenhang fehlt.
@Heather Der Zusammenhang: Jemand hat (unabsichtlich) den Tod eines Mannes verschuldet, um einem Freund zu helfen. Der Freund weiß das und hilft, den Tod dieses Mannes zu verschleiern. Viele Jahre später kommt aber dennoch heraus, daß diese Person tot ist und gewaltsam (Totschlag) zu Tode kam. Bei einem Verhör nimmt er die Tat auf sich und sagt genau diesen Satz.
Vielen Dank für die Erklärung – jetzt verstehe ich den Satz und der Kopfspuk findet ein Ende, bin allerdings nicht der gleichen Meinung wie der sich loyal fühlende Freund. Loyalität endet (nach meinem Verständnis) an der Grenze zu sträflichen Handlungen.
@Heather. Genau das ist der Punkt, der mich fesselt. So einfach ist es eben nicht immer. Menschen, die im 3. Reich Verfolgte versteckten, handelten gegen das Gesetz. Sie machten sich also strafbar/ handelten sträflich. Also ist die innere Überzeugung, die man miteinander teilt (Moral, wenn man so will) die Basis der Loyalität und nicht die reine Emotion, stimmt es dann nicht doch? Und was ist mit den Konsequenzen? Was, wenn dem “Opfer” die Wahreit nichts mehr nützt? Und ist Wahrheit nicht immer subjektiv? Dieses Zitat hat es in Sich. Eigentlich hat es eine ganze Geschichte in sich.
Das klingt für mich nach einem klassischen Apfel-Birnen-Vergleich ![]()
Du hast recht – ein weites Feld tut sich auf! Loyalität hat mehr mit Treue, mit Vertrauen und Verbundenheit zu tun und endet da, wo (Un)rechte beginnt.
Ich glaube, die Triebfedern, die uns darüber hinaus gehen lassen, sind weniger rational und haben eher mit tiefer wirkenden eigenen Moralvorstellungen, mit Liebe, Empathie, Menschlichkeit und Nächstenliebe zu tun. Loyaltität erlaubt allenfalls Kritik, aber kein Fehlverhalten. Widerstand, sich einem Unrecht zu widersetzen und dem eigenen Kodex zu folgen, hängt von der eigenen Überzeugung und Mut ab, kann richtig oder wahr, kann falsch sein. Die Menschen, die sich aktiv für die Verfolgten des NS-Regimes einsetzten, handelten m.E. nicht aus Loyalität, sondern aus Respekt, aus Toleranz, aus Unrechtsbewusstsein, aus Menschlichkeit.
(Nun geistert das Zitat doch wieder
.)
Das habe ich doch letztens in einem Krimi gesehen. Eine Frau unterstützte ihre Schwester im Fall von häuslicher Gewalt. Da hatte der Mann einen Unfall mit einer Bratpfanne. Also wohin mit der Leiche? ![]()
Dafür habe ich die richtige Protagonistin. Sie verdient ihr Geld damit, Menschen verschwinden zu lassen - die entweder schon tot waren, oder sie hat gegen Aufpreis nachgeholfen.
Das Studium der Biochemie muss sich ja gelohnt haben ![]()
Oder die Personen in ein privates Zeugenschutzprogramm gebracht (gegen Gebühr) und zusätzlich die Kohle abkassiert. Bietet Raum für Ideen… ![]()
Aber das passt nicht zum Rest meiner Notizen ![]()
Wobei, die eine Figur könnte sie so klammheimlich retten. Das wäre DER Twist schlechthin.
Und jetzt weiß ich nicht, ob ich “danke, geile Idee” oder “danke, geile Idee” sagen soll.
Ich habe heute sehr erfolgreich prokrastiniert. Ich finde, das muss man auch mal lobend erwähnen ![]()